»Noch 60 Ernten, dann ist Schluss!« – eine Vorstellung des Projekts “Hof Lebensberg” in der Nordpfalz

  • Referierende: Julius vom Hof Lebensberg

  • Beginn: Montag, 19 Uhr

  • Dauer: ca. 1 Stunde

  • Format: Vortrag

  • Teilnehmerzahl: unbegrenzt

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    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Kurzbeschreibung:

Maria Helena Sameda, Expertin für Ressourcenschutz der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) schockte mit dem Satz “Noch 60 Ernten, dann ist Schluss!” die Öffentlichkeit im Frühherbst 2015. Wenn nicht innegehalten werde mit der Verschlechterung der Böden (Degradation), die weltweit nicht nur sehr fortgeschritten sei, sondern auch rasant weiterwachse, dann gäbe es im Jahr 2076 nichts mehr zu essen für den größten Teil der Menschheit. Spätestens nach den Dürrejahren 2018/19 steht das Thema Fruchtbarkeit der Böden, Ertragssicherheit und Wassermanagement auch in Deutschland wieder hoch im Kurs. Doch was ändert sich in der gängigen Praxis? Wie sähe eine Landwirtschaft aus, deren erklärtes Ziel es ist, ein gesundes und vielfältiges und damit widerstandsfähiges Ökosystems zu schaffen? Wie divers lässt sich eine Ackerfläche gestalten und kann Mensch davon genug Einkommen erzielen? Ist so ein System produktiv? In der Session werden wir einen Überblick über das Projekt “Hof Lebensberg” in der Nordpfalz bekommen. Der Betrieb erprobt Methoden der regenerativen Landwirtschaft und soll als Modell- und Praxisbetrieb große Wellen für eine klimagerechte und dezentrale Wende in der Anbau- und Ernährungskultur schlagen.
Julius studierte Umweltwissenschaften in Lüneburg und engagiert sich seit Jahren in der Klimagerechtigkeitsbewegung. Klimaschutz durch regenerative Landwirtschaft ist sein Herzensthema. Gleichzeitig glaubt er daran, dass es ein kooperatives Miteinander braucht, um ein gutes Leben für alle zu realisieren. Dabei ist ihm wichtig, dass es nicht die eine Lösung, sondern viele Wege und Lebensentwürfe gibt, die uns zueinander führen.