Postwachstum: Zum Wachstum verurteilt?

Nr.4
Bild © by Prof. Dr. Dirk Löhr
  • Referent

    Prof. Dr. Dirk Löhr

  • Beginn:

    Samstag, 14:00 Uhr

  • Dauer:

    45 - 60 Minuten

  • Format:

    Online Vortrag

  • Ort:

    Zoom (online)

  • Teilnehmendenzahl:

    Unbegrenzt

  • Anmeldung?

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Kurzbeschreibung:

Unendliches Wachstum in einer endlichen Welt ist unmöglich. Die Hoffnung auf eine Entmaterialisierung durch Konzentration auf den Dienstleistungssektor oder nur technische Lösungen ist ebenfalls trügerisch. Technische Lösungen (Ökoeffizienz- und Konsistenzstrategien) können allenfalls mehr Zeit für ein Umsteuern verschaffen. Genauso stumpf ist das Schwert der Suffizienzstrategie, setzt es doch an einer Umerziehung der Menschen an. Im Rahmen der gegebenen Wirtschaftsweise führt im Übrigen ein längerfristiges Nullwachstum auch in die Wirtschaftskrise oder würde untragbare soziale Verwerfungen nach sich ziehen – insofern besteht tatsächlich derzeit ein Wachstumszwang.
Daher sollte die Frage gestellt werden, wie man die Institutionen und Anreizmechanismen verändern kann, um diesen Wachstumszwang aus der Wirtschaft herauszunehmen.

Prof. Dr. Dirk Löhr ist Professor für Steuerlehre und Ökologische Ökonomik an der Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld (hier auch Sprecher des Center for Land Research). Er ist Mitglied im Oberen Gutachterausschuss für Grundstückswerte Rheinland-Pfalz und dem regionalen Gutachterausschuss Rheinhessen-Nahe, im wissenschaftlichen Beirat der Freiherr-vom-Stein-Akademie für Europäische Kommunalwissenschaften sowie im Arbeitskreis Raumentwicklung, Bau und Wohnen der Friedrich-Ebert-Stiftung. Er ist ebenfalls Mitglied in der Deutschen Akademie für Städtebau und Landesplanung (DASL), wo er v. a. im Ausschuss Bodenpolitik aktiv ist. Löhr war ebenfalls Mitglied der „Baulandkommission“ (BMI) und des „Fachdialogs Erbbaurecht“ (BMI). Er wurde als Sachverständiger u. a. zu Anhörungen im Deutschen Bundestag (Finanzausschuss, Parlamentarischer Nachhaltigkeitsbeirat) sowie auf Länderebene (Landesregierung Baden-Württemberg, Haushaltsausschuss des Niedersächsischen und Hessischen Landtags) geladen.