Menü Schließen

Wie die Arbeit im Labor nachhaltig gestaltet werden kann

  • Referentin:

    Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt

  • Beginn:

    Dienstag, 14 Uhr

  • Dauer:

    45-60 Minuten

  • Format:

    Online Vortrag + Fragerunde

  • Ort:

    Online über BBB (-> "zur Veranstaltung")

  • Teilnehmendenzahl:

    Unbegrenzt

  • Anmeldung?

    Eine Anmeldung ist nicht erforderlich!

Kurzbeschreibung:

Wir achten auf unseren ökologischen Fußabdruck, vermeiden Plastik und fahren mit dem Fahrrad zur Arbeit. Aber wie viele Ressourcen verbrauchen wir eigentlich in unserer täglichen Arbeit im Labor?
5,5 Millionen Tonnen an Plastikabfällen entstanden 2014 in den Life Sciences Laboren weltweit. Ein -80°C-Freezer verbraucht im Schnitt soviel Energie wie ein Einfamilienhaus – oder sogar mehr. Und um einen Liter Laborwasser herzustellen, sind 3-5 Liter an Trinkwasser notwendig. Allein diese Zahlen zeigen bereits, wie es um den Ressourcenverbrauch im Labor steht. Doch was tun? Schließlich sind die Methoden etabliert, viele Geräte müssen rund um die Uhr laufen und auch Plastik lässt sich nicht einfach ersetzen.
Dabei hilft manchmal schon ein Blick auf die eigenen Routinen und Prozesse, um Verbesserungspotenziale zu heben. In diesem Vortrag lenken wir den Blick auf die Möglichkeiten, die jedes Labor hat, um nachhaltigeres Arbeiten individuell umzusetzen. Als Tool dafür dient die Ecomapping-Methode, mit deren Hilfe jedes Labor seine Verbesserungspotenziale identifizieren und seinen eigenen Aktionsplan für nachhaltiges Arbeiten erstellen kann. Best practice-Beispiele geben zusätzliche Impulse, wie man im Labor umweltfreundlicher, ressourceneffizienter und nachhaltiger arbeiten kann.

Dr. Kerstin Hermuth-Kleinschmidt war nach ihrem Studium der Chemie und ihrer Promotion mit Schwerpunkt Mikrobiologie mehrere Jahre im Vertrieb und in der technischen Kundenberatung für Produkte aus dem Life Science-Bereich tätig, bevor sie sich auch beruflich dem Thema Nachhaltigkeit zugewandt hat. Als selbstständige Beraterin liegt ihr Fokus nun auf der Implementierung und Begleitung von Nachhaltigkeitsprozessen in den Life Sciences – sowohl in der naturwissenschaftlichen Arbeit und Forschung wie in Unternehmen. Außerdem ist sie als Referentin sowie Verfasserin von Publikationen zu verschiedenen Aspekten der Nachhaltigkeit tätig. Seit 2017 unterrichtet sie zudem am Zentrum für Angewandte Kulturwissenschaften (ZAK) des KIT Karlsruhe im Rahmen des Studiengangs “Nachhaltige Entwicklung”. Als Mitglied von EGNATON seit 2014 hat sie an der Entwicklung von EGNATON-CERT, dem ersten Zertifizierungssystem für nachhaltige Labortechnologien, mitgewirkt und ist nun Teil des Auditteams.